Sensor-Branche erreicht Vorkrisen-Niveau

Die AMA Quartalsumfrage dokumentiert stabilisierten Umsatz mit Sensor- und Messtechnik. Hochgerechnet auf die Branche als Ganzes, zeigt die Umfrage, dass sie im ersten Quartal 2010 das Umsatz-Niveau des dritten Quartals 2008 wieder erreicht hat und darüber hinaus erwartet, im nächsten Quartal leicht weiter zu wachsen.

BERLIN. So die Ergebnisse der jüngsten Quartalsumfrage des AMA Fachverband für Sensorik e.V. zur konjunkturellen Lage der Sensorik- und Messtechnik-Branche im deutschsprachigen Raum. An der Befragung unter den AMA-Mitgliedsfirmen beteiligten sich 99 Unternehmen, die mehr als 10 Prozent der Branche darstellen.

Nach drastischen Umsatzeinbrüchen während der zweiten Hälfte von 2008 und in 2009 war die Branche im zweiten Quartal 2009 an ihrem Tiefpunkt angelangt, als sie über 25 Prozent ihres Umsatzniveaus verloren hatte. Während der seitdem folgenden drei Quartale ging es aber nun ununterbrochen wieder bergauf – es scheint, dass das Schlimmste überstanden ist.

Das erste Quartal 2010 brachte einen um vier Prozent höheren Umsatz als das dritte Quartal 2008, als der Umsatzeinbruch der Krise gerade begonnen hatte. Für das zweite Quartal 2010 erwartet die Branche eine weitere Steigerung um rund drei Prozentpunkte.

Auch der zeitliche Verlauf des Anteils von Kurzarbeit deutet auf Erholung. Um mit der krisenbedingt gesunkenen Nachfrage klarzukommen, hatte die Branche in 2009 rund drei Prozent ihrer Arbeitsplätze abgebaut und im steigenden Maß Kurzarbeit einsetzen müssen. Auf dem Höhepunkt der Krise lag ihre Kurzarbeitsquote bei 47 Prozent der Arbeitsplätze. Seit dem vierten Quartal erholt sich auch dieser Wert jedoch und lag im ersten Quartal 2010 bei nunmehr 11 Prozent.

Dr. Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Fachverband bemerkt: "Das Ergebnis dieser Befragung stellt lediglich ein statistisches Mittel aller Rückmeldungen dar. Verschiedene Teile unserer Branche sind natürlich unterschiedlich betroffen. Denn sowohl zeitlicher Verlauf als auch Intensität der Ausschläge unterscheiden sich je nach Branche der Abnehmer. Es bleibt zu hoffen, dass sich die momentan wieder labil zeigende Lage unserer Gesamtkonjunktur festigt."

Sensor- und Messtechnik ist für sämtliche Industriesektoren eine Schlüsseltechnologie, für Produktinnovation, -funktionalität, für F&E, sowie für die Produktion und die Qualitätssicherung. Sie ist zentraler Bestandteil der meisten technischen Produkte aus allen Anwendungsbereichen, von Haushaltswaren und Verbraucherprodukten über Fahrzeuge und Industriegütern bis zum Umweltschutz und den Life-Sciences. Aus diesem Grund ist ihre Branchenkonjunktur ein passendes Barometer für die gesamte Konjunktur und lässt sich mit nur geringen Einschränkungen auf die sie übertragen.



20.05.2010 - Technik+Einkauf


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