Friedhelm Loh, Präsident des ZVEI, spricht im Namen der deutschen Elektroindustrie der japanischen Bevölkerung und Regierung seine Anteilnahme aus.
FRANKFURT (sp). Japan produziert ein Zehntel aller elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnisse weltweit und ist der drittgrößte Produktionsstandort hinter China und den USA. Mit einem Volumen von 250 Mrd. Euro rangiert auch der japanische Elektromarkt global auf Rang drei – wiederum hinter China und den USA. Die Exporte der deutschen Elektroindustrie nach Japan belaufen sich auf rund zweieinhalb Mrd. Euro. Die hiesigen Elektroeinfuhren aus Japan haben einen Wert von acht Mrd. Euro und machen sechs Prozent der gesamtdeutschen Elektroimporte aus.
Damit ist Japan der drittwichtigste Lieferant für den deutschen Markt. Einen besonders hohen Stellenwert hat Japan bei der Produktion von elektronischen Bauelementen, die einen zentralen Platz in der Wertschöpfungskette einnehmen. Hier stammt mehr als ein Sechstel des weltweiten Angebots aus japanischer Herstellung. Bei längerfristigen Produktionsausfällen könnte es zu weltweiten Lieferengpässen kommen, die dann Auswirkungen auf eine Vielzahl elektronischer Erzeugnisse hätten.
Friedhelm Loh,Präsident des ZVEI, wandte sich in der Diskussion über die Folgen der Kernreaktor-Katastrophe in Japan gegen schnelle Entscheidungen. Natürlich könne man auch energiepolitisch nicht sofort zur Tagesordnung übergehen. Es müsse gleichwohl klar sein, so Loh, dass eine schnelle Energiewende einen Ausbau der Netze voraussetze, für die mehr Investitionen und vor allem mehr Akzeptanz in der Bevölkerung nötig seien, um die Erneuerbaren Energien wirklich ausbauen zu können. Außerdem sei das Potenzial zu mehr Energieeffizienz in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft, betonte Loh.
"Wir haben großes Mitgefühl mit den Opfern der Naturkatastrophe und der Reaktorunfälle und sind erschüttert über das Ausmaß der Schäden. Selbstverständlich stehen wir bereit, Japan mit unserer Industrie beim Wiederaufbau der Infrastruktur zu helfen", sagte Loh. Japan sei ein bedeutender Geschäftspartner der deutschen Elektroindustrie und es gebe lange und gute Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. "Wir fühlen uns eng verbunden mit unseren Freunden und Partnern in Japan", betonte Loh.
17.03.2011 - Technik+Einkauf
Weitere Auftritte verlag moderne industrie:
aerotec |
antriebspraxis |
Arzt&Wirtschaft |
EID |
fluid |
fertigung |
Instandhaltung |
First Index |
ke NEXT |
Materialfluss |
Produktion |
technik+EINKAUF |
werkzeug&formenbau
Hüthig Verlag:
all-electronics |
CHEMIE TECHNIK |
Pharma+Food |
PLASTVERARBEITER |
KGK - Kautschuk Gummi Kunststoff |
neue verpackung |
KI - Kälte- Luft- Klimatechnik