technik+EINKAUF - Fraunhofer IPT kürt fünf Unternehmen mit ausgezeichneter Einkaufsorganisation

Fraunhofer IPT kürt fünf Unternehmen mit ausgezeichneter Einkaufsorganisation

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT hat am 3. März 2010 im niederländischen Vaals bei Aachen die fünf besten Unternehmen seines aktuellen "Konsortial-Benchmarkings im Einkauf" vorgestellt.

AACHEN (ki). Ausgezeichnet wurden die Aston Martin Lagonda Ltd., die Getrag Ford Transmission GmbH, die Georg Fischer Automotive AG, die Holcim (Deutschland) AG sowie die Heidelberger Druckmaschinen AG. Während einer eintägigen Abschlusskonferenz präsentierten die Unternehmen die Highlights ihrer Einkaufsorganisationen.

Professor Günther Schuh, Direktor des Fraunhofer IPT und des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen, erläuterte während der Abschlusskonferenz die wichtigsten Ergebnisse und zog ein ausführliches Fazit des Unternehmensvergleichs. Im Verlauf der Studie kristallisierten sich zehn erfolgreiche Vorgehensweisen heraus, die aktuell eine erfolgreiche Einkaufsorganisation ausmachen:

- Wertschöpfung wird mehr und mehr durch den Einkauf betrieben

- Mitarbeiter: Gezielt in die wichtigste Einkaufsressource investieren

- Prozesstransparenz als Basis für effiziente Beschaffungsvorgänge

- Einkauf nur durch den Einkauf

- Potenziale auch im Nichtproduktiveinkauf erschließen

- Frühe Einbindung des Einkaufs zahlt sich auch im Nichtproduktivmaterialeinkauf aus

- Angemessene Preise erfordern mehr als Kostentransparenz

- Der Einkauf als Treiber für Materialkostensenkungen in der Serie

- Mit weniger Lieferanten zusammenarbeiten, dafür aber intensiver

- Lieferanteninnovationen sind keine Selbstläufer

 Die Auswahl der Besten im Projekt Ziel des groß angelegten Projekts des Fraunhofer IPT und seiner sieben Konsortialpartner war es, erfolgreiche Vorgehensweisen im Einkauf zu identifizieren und am Ende die besten Unternehmen als "Successful Practices in Purchasing 2010" herauszustellen. An der Studie beteiligten sich insgesamt 80 Unternehmen aus ganz Europa. Das Konsortium, das auch die Jury für die Bewertung stellte, bildeten die Unternehmen Carl Zeiss AG, Daimler AG, EADS, Hilti AG, Nestlé Deutschland AG und Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Projekt dauerte rund neun Monate und umfasste drei eintägige Treffen sowie fünf gemeinsame Besuche des Konsortiums bei den "Successful-Practice-Unternehmen". Den Auftakt bildete ein erstes Treffen, in dem die Projektpartner die relevanten Themen und Fragen abstimmten.

Anhand der Ergebnisse erarbeitete das Fraunhofer IPT einen Fragebogen, der an rund 6 000 Unternehmen im europäischen Raum verschickt wurde. Abgefragt wurden dabei nicht nur umfassende Informationen zu Organisation und Prozessen, Mitarbeiterqualifizierung und Performancemanagement im Produktiv- und Nichtproduktivmaterialeinkauf, sondern auch Fragen des Rohstoff- und Risikomanagements sowie der Innovationsförderung.

Aus den antwortenden Unternehmen wählte das Fraunhofer IPT dann die potenziellen "Successful Practices", die telefonisch detailliert befragt wurden. Während eines zweiten Treffens wählte das Konsortium aus den anonymisierten Ergebnissen die fünf besten Unternehmen aus, die es in der letzten Projektphase besuchte.



04.03.2010 - Technik+Einkauf

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Datum: 08.02.2012 - 08:14 Uhr

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