Der Online-Marktplatz MFG.com veröffentlicht die Ergebnisse einer gegenüber einem Panel von 620 europäischen Einkäufern durchgeführten Umfrage. - Lieferantenverhandlungen (23%) - Kontrolle des Inventars (17%) - Weitreichende Kostenanalyse und Chancenbewertung (15%) Die Verlangsamung der industriellen Aktivitäten wirkt sich weniger auf die geografische Verteilung des internationalen Austausches als vielmehr auf das Verhältnis zwischen Auftraggebern und Subunternehmern aus. 12% bestätigen in diesem Zusammenhang, dass die Konzentration auf Lieferanten, mit welchen bereits gearbeitet wird, Teil der Strategie ist. Lediglich 7% geben an, sich fortan für den Kauf von Industriegütern nach Asien zu wenden und 6% sehen vor, die früher an Subunternehmer vergebene Produktion firmenintern weiterzuführen. Für die Industrieunternehmen Westeuropas konzentriert sich der erste Markt für die Auftragsvergabe an Subunternehmer auf die Zone ihrer geografischen Niederlassung. Tatsächlich wird ein Grossteil der Aufträge an Subunternehmer in Westeuropa vergeben (26%). Osteuropa folgt mit 17% auf dem zweiten Platz. China wird von 16% der Käufer genannt und lediglich 3% geben an, Ihre Käufe ausschließlich vor Ort zu tätigen. Die beobachtete Verlangsamung der Vergabe von Zulieferverträgen nach Asien erklärt sich vermutlich durch die Notwendigkeit, die Lagerbestände zu reduzieren wie auch durch die zunehmende Bedeutung der Qualitätskriterien und Lieferfristen. Die Qualität ist als Kriterium für den Kauf von Industriegütern ebenso wichtig wie der Preis (29% und 28%). Darauf folgen die Lieferzeiten(23%). Diese Information bestätigt die Bedeutung der drei grundlegenden Kriterien Preis/ Qualität/ Frist für den Kauf von maßgefertigten Teilen auf industrieller Ebene. Weitere Charakteristika wie Normen oder Materialen werden von weniger als 10% der Befragten angegeben. 42% der Befragten sind zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten ausgesetzt, wohingegen 32% eine Verbesserung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten angeben. 15% bezeichnen die Entwicklungsmöglichkeiten ihres Unternehmens als "hervorragend", 11% hingegen sind besorgt ("schlechte" Bedingungen). Die ersten, zur Behebung dieser Schwierigkeiten ergriffenen Maßnahmen sind ein Einstellungsstopp und die Reduzierung der Betriebskosten. Die häufigsten Reaktionen auf die Krise betreffen die Einstellung neuer Mitarbeiter (21%), den Kauf von Ausrüstungsgütern (17%) und die Geschäftsreisen (13%). In 13% der Fälle wurden Käufe aus der Produktion von Zulieferern storniert oder verschoben. Lediglich 9% der Befragten haben angegeben, keinerlei Ausgaben gestrichen oder aufgeschoben zu haben und 6% haben die Gesamtheit ihrer Kostendämpfungspläne noch nicht eindeutig definiert. Die Angaben stammen mehrheitlich von Einkaufsleitern oder Supply Chain-Leitern aus Frankreich, Deutschland, England und Italien. Die befragten Unternehmen arbeiten in den folgenden Industriezweigen: Maschinen, Werkzeuge und Equipment (22%) Elektrik / Elektronik (16%) Automobil (15%) Luftfahrt (8%) Konstruktion / Baugewerbe ( 5%) Verteidigung / Militär (5%) Medizin (5%) Landwirtschaftliches Equipment (4%) Konsumgüter (3%) Lebensmittel (2%) Computer Equipment (1%) Textilien/Kleidung (1%) Andere (13%) Die an der Zahl der im Betrieb tätigen Einkäufer gemessene Unternehmensgröße verteilt sich wie folgt: 1 Einkäufer : 13% 1bis 2 Einkäufer : 20 % 3 bis 5 Einkäufer : 21% 6 bis 15 Einkäufer: 16% 16 bis 30 Einkäufer: 5% 31 bis 50 Einkäufer: 5% Mehr als 51 Einkäufer: 20% Allgemein gilt: 1 bis 2 für die Beschaffung zuständige Personen in sehr kleinen Unternehmen 3 bis 5 in kleinen Unternehmen 6 bis 15 in mittleren Unternehmen16 bis 50 in großen Unternehmen Über 50 in großen Konzernen
Welche Strategien werden der Krise entgegengesetzt ? In welchen Regionen der Welt werden die Käufe getätigt ? Nach welchen Kriterien werden die Lieferanten derzeit ausgewählt ?  Die im Rahmen von MFGWatch durchgeführte Befragung lässt trotz der Vielfalt der Industriezweige und der geografischen Zonen der befragten Unternehmen mehrere konvergierende Trends durchscheinen´. 79% der Befragten gaben an, angesichts der Krise und der herrschenden Wirtschaftsbedingungen Einkaufstrategien implementiert zu haben. Zu den wichtigsten Komponenten dieser Strategien gehören:
23.03.2009 - Technik+Einkauf
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